Der Kreis Oberengadin war einer von 39 Kreisen im Kanton Graubünden. Zusammen mit dem Kreis Bergell bildete er den Bezirk Maloja.

 

Der Kreis Oberengadin war eine Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkei und  erfüllte die Aufgaben, die ihm als Kreis vom Kanton bzw. als Regionalverband von den Gemeinden übertragen wurden.

 

Mit der vom Bündner Stimmvolk am 23. September 2012 deutlich angenommenen Teilrevision der Kantonsverfassung wurden die 14 Regionalverbände und elf Bezirke zu elf Regionen zusammengefasst. Die Kreise wurden als Körperschaften des öffentlichen Rechts auf den 1. Januar 2016 aufgehoben, dienen jedoch weiterhin als Wahlsprengel für die Bestellung des Grossen Rates.

 

Für den Kreis Oberengadin galt, da er von den Gemeinden delegierte Aufgaben wahrnahm, für die Umsetzung eine Übergangsfrist von zwei Jahren. Das heisst, er konnte bis zum 31. Dezember 2017 als Körperschaft des öffentlichen Rechts weiterbestehen und war bis dahin für die Aufgaben gemäss Kreisverfassung zuständig.

 

Bereits seit dem 1. Januar 2016 fallen die Berufsbeistandschaft, das Betreibungs- und Konkursamt, das Zivilstandsamt sowie die Regionalplanung in die Zuständigkeit der Region.